Service, Qualität, Flexibilität und Partnerschaft


Wachstumssparte Eventgastronomie
Service, Qualität, Flexibilität und Partnerschaft
Die Situation der GFGH wird zunehmend schwieriger. Das Statistische Bundesamt meldete für den Großhandel mit Getränken, Tabakwaren und Lebensmitteln für März dieses Jahres ein reales Umsatzminus von 3,3%. Dem stand ein Preisindex von lediglich plus 0,1% (Vorjahr + 6,5%) gegenüber. ‘In dieser angespannten Sachlage setzen wir verstärkt auf die Eventgastronomie’, sagt Detlev Birkner, Leiter der Logistik der Dorstener ERFRIG H. Krietemeyer GmbH & Co. KG
‘Wir forcieren die Eventgastronomie’, unterstreicht Birkner die neue Ausrichtung des Traditionsunter-nehmens am nordwestlichen Rand des Ruhrgebietes. Seine Begründung ist einfach: ‘Die klassische Gastronomie fährt weiter im Rückwärtsgang.’ Vor allem aber hätten sich die Konsum- und Freizeitge-wohnheiten in den letzten Jahren geändert. ‘Man geht lieber dahin, wo etwas geboten wird.’
Große Chancen sieht er beispielsweise in ‘Inhouse-Parties.’ Zuwachspotentiale lägen besonders in der Zeit nach der Freiluftsaison. Als Beispiel nennt Birkner Aprés Ski-Parties, hochaktuell im ‘Pott’, seit auf einer Abraumhalde im benachbarten Bottrop das Veltins Alpincenter entstand, mit 640 Metern die mit Abstand längste überdachte Skipiste der Welt. Dabei beschränkt sich Krietemeyer nicht allein auf die Lieferung von Getränken. Dazu gehört auch die gesamte Ausstattung, vom Glas bis hin zum Ausschankfahrzeug. Erklärtes Ziel ist ‘das gesamte Eventmanagement, alles aus einer Hand,’ bringt es Detlev Birkner auf eine kurze Formel. ‘Unsere Kunden müssen keine hohen Investitionen tätigen, wir stellen alles zur Verfügung.’
Wohin die eingefahrenen Pfade der traditionellen wie der Freiluftgastronomie hinführen, zeigen die Zahlen. Neue Ideen sind gefragt. Auch für diese ‘weichen’ Eventfaktoren ist Erfrig Krietemeyer zu-ständig. ‘Wir treten mit neuen Ideen an die Kunden heran, sind ihr beratender Partner’, so Birkner. Wichtig sei, die Kunden auf neue Entwicklung hinweisen, ihnen neueProdukte vorzustellen und ‘gemeinsam etwas aufzubauen und zu festigen und zwar so, dass alle Beteiligten zufrieden sind.’
Profi-Service auch für ‘Kleine’
Wachstum für die ERFRIG H. Krietemeyer sieht Detlev Birkner zudem bei Veranstaltungen gesell-schaftlicher Gruppen wie Siedlungen und Vereinen. Denn auch dort ist das gewandelte Verbraucher-verhalten deutlich spürbar. Zahlreiche Vereinsvorstände beklagte dramatischen Besucherschwund und finanzielle Einbußen und streichen ihre Fest aus Kostengründen. Hier sieht Birkner weitere Chancen. ‘Wir sprechen mit Vereinsvorständen, aber auch mit Managern von Tagungshotels und zeigen, dass wir nicht nur im klassischen Sinne, sondern auch im mittleren Bereich der richtige Ansprechpart-ner sind.’ Sein Credo: ‘Müssen weg davon, Professionalität nur bei großen Events, wie Schützen- und Stadtfesten zu zeigen.’ Das funktioniere allerdings nur bei eigener Ausstattung mit passgerechtem Equipment.
Birkner lehnt strikt ab, von Geiz-Ist-Geil-Mentalität der Verbraucher zu sprechen. ‘Der Preis stellt nicht das wichtigste Kriterium dar’, ist er überzeugt. Die Gäste seien lieber dort, wo sie sicher sind, dass ihnen was für ihren Euro geboten werde. ‘Dort sind sie auch bereit, etwas zu bezahlen.’
Prüfsteine seien weniger die Preise als vielmehr ‘Service, Qualität, Flexibilität und Partnerschaft.’ Unter diesen Prämissen seien auch die Marken nicht mehr so entscheidend. Wichtiger sei, wie gut und schnell auf geänderte Situationen reagiert werden könne. Viel Feingefühl und Kundennähe bedarf es bei der Auswahl der Produkte. Zwar ist in der von Erfrig H. Krietemeyer belieferten Region Bier – mit regional unterschiedlichen Markenvorlieben. Doch ‘der Markt wird zunehmend indifferent, bevorzugte Produkte gibt es kaum noch’ Das mache es dem GFGH zunehmend schwer.
Nicht am Merchandising sparen
Um die gesteckten Ziele zu erreichen, seien umfassende und intensive verkaufsfördernde Maßnah-men unerlässlich. Birkner kategorisch: ‘Am Merchandising darf nicht gespart werden.’ Pflicht seien beispielsweise Verkostungen und interessante Angebote, auch um neue Produkte zu forcieren.
Merchandising geht für Birkner allerdings über Telefonaktionen, Verkostung und Sonderangebote hinaus. Um die Leistungsfähigkeit von Erfrig H. Krietemeyer potentiellen Kunden zu demonstrieren, lud die Firma am 9. April zu einer Präsentantions-Messe zum Hauptsitz Dorsten ein. Vorgestellt wurde die aktuelle Ausstattung des Unternehmens für die professionelle Durchführung von Indoor- und Frei-luftevents. Eingeladen waren 200 Entscheidungsträger der Zielgruppen aber auch der Lieferanten, Brauereien und Brunnen. ‘Wir wollten zeigen, dass wir die Nummer 1 sind unseren Kunden darstellen, welches Equipment für ihre Veranstaltungen bereitstellen und zeigen, was bei der Firma ERFRIG H. Krietemeyer möglich ist.’
Neben Innenausstattungen standen vor allem Ausschankfahrzeuge aller Größen im Mittelpunkt der Präsentation. Hierbei stütze sich Firma auf Produkte von CTR, Osann-Monzel. ‘Mit unserer Position als Nummer 1 in unserem Einzugsgebiet legen wir die Messlatte unserer Anforderungen an die Lieferanten unserer Ausstattungen und Ausrüstung entsprechend hoch’, begründete der Krietemeyer-Logistiker.
Für Aufsehen sorgte das neue CTR-Modell ‘Open Air’. mit einem Schirm von 9,5 Meter Durchmesser, 13,5 Meter Thekenlänge und seitlich beladbarem Kühlhaus. Großes Interesse fand zudem der Party-Roller genannten Ausschankwagen mit integriertem Zelt, mit dem Veranstalter nahezu unabhängig vom Wetter werden.
Merchandising dürfe keine Einbahnstraße bleiben. Drum baut Birkner auf die Kooperation mit Brauereien und Brunnen. Die sei bislang gut. Allerdings erschwerten Konzentrationen und Aufkäufe die Zusammenarbeit. ‘Weder für den GFGH noch für den Verbraucher kann es gut sein, wenn der GFGH von immer weniger Brauereien beliefert wird,’ ist Birkner sicher. Große Sorge jedoch bereitet ihm, dass zunehmend GFGH von Brauereien aufgekauft werden. ‘Diese Entwicklung müssen wir aufmerksam beobachten.’
ERFRIG H. Krietemeyer
Tragende Säulen des 1950 in Dorsten gegründeten Traditionsunternehmens sind die Coca-Cola-Konzession, die traditionelle Gastronomie sowie das Eventmanagement – Freiluftveranstaltungen jeder Größe. Hauptsitz des Unternehmens ist Dorsten mit Niederlassungen in Gelsenkirchen, Borken und Haltern. Geliefert wird bis Düsseldorf, Essen, Dortmund und ins Münsterland. Mit rund 1.000 Artikeln, darunter auch Kaffee, Wein und Wasserbehälter etwa für Discounter (Mediamarkt) ist die Firma ERFRIG H. Krietemeyer Vollsortimenter. Die Firma beschäftigt 108 Mitarbeiter.

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